Die Ostseeinsel Usedom zeigte sich am Samstag modisch von ihrer besten Seite. Das Land Mecklenburg-Vorpommern und die drei Usedomer Kaiserbäder Ahlbeck, Heringsdorf und Bansin vergaben nämlich auf einer Gala -bereits zum siebten Mal seit 2002- den in drei Kategorien ausgeschriebenen und mit je 7500 Euro dotierten Modepreis.
Der "Baltic Fashion Award" richtet sich an Designer aus den Ostsee- Anrainerstaaten und soll damit die Zusammengehörigkeit der Wirtschafts- und Kulturregion demonstrieren. Symbol dafür ist auch die deutsch-polnische Insel Usedom selbst, auf der es seit Dezember 2007 keinen Schlagbaum und keine Grenzkontrollen mehr gibt. Die Initiatoren des Modepreises hoffen, dass der "Baltic Fashion Award" mehr Internationalität auf die Insel bringt.
Diesmal bewarben sich insgesamt 80 Designer für die Auszeichnung. Der Designer Adrian Sommerauer erhielt für seine Herrenkollektion "London-Heimat Nr. 3" den Preis in der Kategorie "Prêt-à-porter". Antonia Goy überzeugte mit der Damen-Kollektion "Flap" in der Kategorie "Avantgarde" und der polnische Designer Gregor Gonsior erhielt den Preis für seine Kollektion "Buffo Buffalo Bombast" in der Kategorie "Ceremonia/Couture“. Außerdem erhielt die finnische Designerin Gim Tok einen Sympathiepreis für ihre feminine Kollektion "Mindscapes" für die sie sich von den 20er Jahren inspirieren ließ.
Der Ostseeraum habe ein hohes Potenzial für modische Innovationen, denn in dieser Region kommen mit Russland im Osten und Skandinavien im Norden viele Einflüsse zusammen, so ein Jurymitglied. Das Niveau der in Heringsdorf gezeigten Kollektionen sei ausgesprochen hoch.
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