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Eine Schlanke Taille als webliches Schönheitsideal |
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Veränderte Schönheitsideale gab es immer wieder im laufe der Menschheitsgeschichte, mal sollte die optimale Frau, dick sein mal wieder dünn dann waren es wulstige Lippen oder ein runder Mund, doch eine einzige Eigenschaft ist ein wahrer Dauerrenner: Die schlanke Tallie der Frau ist in Sachen Schönheit und Betrachtung ein sehr wichtiger Punkt, damals wie heute!
Zu dieser Erkenntnis sind nun Wissenschaftler der Universitäten von Housten, Texas und Havard nach ausführlichen Studien englischer und asiatischer Literatur gelangt. In den Beschreibungen weiblicher Grazie war in allen Kulturen eine schlanke Taille mit den meisten Nennungen das wichtigste von allen Schönheitsmerkmalen. Der Grund hierfür ist allerdings alles anderes als romantisch: Eine schmale Taille stehe für Gesundheit und Fruchtbarkeit, erklärten die Forscher. Quellen der Studie waren die englische Literatur aus dem 16, 17 und 18 Jahrhundert, chinesische Poesie aus dem vierten bis sechsten nachchristlichen Jahrhundert sowie die indischen Epen aus dem ersten und zweiten Jahrhundert.
Bei den Engländern wurde eine schlanke Taille ganze 65 mal als Schönheitsmerkmal genannt, Brüste landeten mit 16 Erwähnungen auf Platz 2. Auch bei den indischen Epen wurde die Taille 35 mal erwähnt. Die Chinesen lobten die Körpermitte 17 mal, der Rest des Körpers wurde gar nicht erwähnt.
Dass das streben nach erfolgreicher Fortpflanzung der tiefere Grund dieses Schönheitskriteriums ist lässt sich mittlerweile sogar tatsächlich auch wissenschaftlich erklären. Forscher haben nämlich einen Zusammenhang zwischen dicken Bäuchen und niedrigen Östrogen Werten, minderer Furchtbarkeit und größeren Krankheitsrisiken festgestellt. Doch Männer, betonen die Wissenschaftler, brauchten diese Kenntnisse nicht. "Britische und asiatische Schriftsteller begriffen den Zusammenhang zwischen Schönheit und Gesundheit intuitiv", fassen die Autoren Devendra Singh, Peter Renn und Adrian Singh zusammen.
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